Passerelle über die Autobahn A9:  1. Rang für das Projekt «Polydesmida»

Passerelle über die Autobahn A9: 1. Rang für das Projekt «Polydesmida»

Passerelle über die Autobahn A9: 1. Rang für das Projekt «Polydesmida»

Die Jury des Wettbewerbs für die neue Fussgänger- und Veloüberführung über die A9 zwischen dem Gebiet Echutes und dem Spital Sitten hat sich entschieden: Das Gewinnerprojekt heisst «Polydesmida» und stammt vom Konsortium dv architectes & associés SA, Kurmann Cretton ingénieurs SA und Transportplan Sion SA. Bis zum 13. Juni werden alle 26 eingereichten Projekte in der «Halle aux Voussoirs» des Wasserkraftwerks Chandoline in Sitten ausgestellt.

Die Juroren sprachen sich einstimmig für das Projekt «Polydesmida» aus, weil es mit seiner klaren Linienführung und dem Umgang mit den Höhenunterschieden voll und ganz den vorgegebenen Zielen und Anforderungen gerecht wird. Die neue Passerelle wird dereinst das Spital Sitten mit dem Parking Echutes beim Stade de Tourbillon verbinden und dient ausschliesslich dem Langsamverkehr.

Die Auflagen, welche die Stadt Sitten als Bauherrin in Zusammenarbeit mit den Dienststellen des Staates Wallis machte, lauteten wie folgt:

  • Die Verbindungen für den Langsamverkehr über die A9 verbessern und das Velowegnetz ausbauen
  • Die Route d’Hérens für den Langsamverkehr sicherer machen
  • Den Langsamverkehr für die Pendler des Pôle santé attraktiv machen
  • Eine Verbindung für den Langsamverkehr zwischen dem Pôle santé und dem Gebiet Tourbillon/Parking Echutes schaffen und die Komplementarität der beiden Standorte bezüglich der Parkmöglichkeiten fördern

Die Jury hob besonders folgende Punkte als positiv hervor (Übersetzung aus dem französischen Originaltext): «Der im Projekt ‚Polydesmida‘ vorgeschlagene Streckenverlauf für den Langsamverkehr folgt einer perfekten Geometrie. Der Startpunkt für die Fussgänger und Velofahrer auf der Seite Parking wurde sorgfältig ausgewählt und allfälligen späteren Anschlüssen für den Langsamverkehr Rechnung getragen. Die intuitive Linienführung abseits der Lärmimmissionen der A9 und der Route d’Hérens sowie die Klarheit des Streckenverlaufs tragen zur Behaglichkeit und Sicherheit der Nutzer bei.»

Der Baubeginn ist für Herbst 2019 geplant, nach dem Bau des Parkhauses des Spitals Sitten.

  • Die 26 eingereichten Projekte werden bis zum 13. Juni in der «Halle aux Voussoirs» des Wasserkraftwerks Chandoline in Sitten ausgestellt, geöffnet täglich von 12.00 bis 20.00 Uhr, Eintritt frei.
Grundsteinlegung für das Parkhaus

Grundsteinlegung für das Parkhaus

Am 1. Februar 2018 fiel der Startschuss für den Bau des Parkhauses beim Spital Sitten. Die Arbeiten werden 18 Monate dauern. Als äusseres Zeichen dieser wichtigen Etappe wohnten die Initiatoren und Partner des Projekts sowie verschiedene politische Persönlichkeiten am 27. März der Grundsteinlegung bei.

Das neue Parkhaus zwischen der Avenue du Grand-Champsec und der Autobahn wird Platz für 1‘138 Fahrzeuge bieten. «Damit werden mittelfristig genügend Parkmöglichkeiten für den künftigen ‚Pôle santé’ zur Verfügung stehen, welcher die drei Partner Spital Sitten, SUVA-Rehaklinik und HES-SO Valais-Wallis (Gesundheit) an einem Standort vereint. Zusätzlich wird bis 2020 eine Verbindung für Fussgänger und Zweiräder zum Parkplatz Echutes entstehen», so Prof. Eric Bonvin, Generaldirektor Spital Wallis (HVS).

«Das Parkhaus wird die heute noch besetzten Parkzonen ums Spital freigeben», erinnert Prof. Dominique Arlettaz, Verwaltungsratspräsident des HVS. «Diese Flächen erlauben die Erweiterung und Sanierung des Spitals in Sitten.»

Zeremonie zur Grundsteinlegung

Am Abend des 27. März versammelten sich über 80 Personen – darunter die Initianten und Partner des Projekts sowie mehrere Politiker – auf dem Bauplatz zur symbolischen Grundsteinlegung. «Beim Grundstein handelt es sich um ein Betonelement mit einer eingravierten Plakette an der Aussenseite und mehreren baurelevanten Gegenständen im Innern, so z.B. ein Schutzhelm, eine Maurerkelle, der Jurybericht zum Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs des Büros BFN sowie die Tagespresse», erklärt Pascal Bruchez, Chef strategische Projekte des Spital Wallis. Die in Sitten ansässige Firma Implenia AG wird zusammen mit mehrheitlich lokalen Subunternehmen die Roh- und Ausbauarbeiten ausführen.

6 Etagen, 1’138 Plätze und eine Fernwärmezentrale

«Im Sinne einer effizienten Arbeitsweise wird der Bau in drei Etappen ausgeführt», erklärt Daniel Nanchen von Implenia. «In der ersten Etappe werden das Untergeschoss der Fernwärmestation sowie die Rampe und der Boden des Erdgeschosses gebaut. Ab Sommer 2018 konzentrieren sich die Arbeiten dann auf die Zufahrtsrampen. Im Herbst entstehen schrittweise die 6 Obergeschosse. Wenn alles nach Plan läuft, kann das Parkhaus im Sommer 2019 in Betrieb genommen werden.»

Nur wenige Wochen nach dem ersten Spatenstich für das Parkhaus starten auch die Arbeiten für das Fernwärmenetz von ESR (énergies sion région). Dieses wird ab 2020-2023 rund 4’000 Haushalte in den Quartieren Champsec, Vissigen und Sous-Gare mit Wärme versorgen. Durch die Nutzung der Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage Uvrier (UTO) können pro Jahr 3,5 Mio. Liter Heizöl eingespart werden.

«In der Mitte der Zufahrtsrampe zu den Obergeschossen des Parkings entsteht eine Fernwärmestation. Mit einer Leistung von 15 MW liefert diese Station zusätzliche Wärme und dient als Backup bei Pannen oder Unterhaltsarbeiten», sagt Philippe Varone, Verwaltungsratspräsident von ESR.

Das neue Parkhaus:

  • Adresse: avenue du Grand-Champsec 61
  • 6 Etagen, 1’138 Plätze und eine Fernwärmezentrale von ESR

Die wichtigsten Etappen:

  • April 2015: Das Büro BFN architectes aus Martinach gewinnt den Architekturwettbewerb
  • 2016: Studien und Planungen
  • Januar 2017: Auflageverfahren
  • Mai 2017: Ausschreibung
  • November 2017: Der Grosse Rat gewährt eine Bürgschaft von
  • 27 Mio. Franken
  • 1. Februar 2018: Beginn der Arbeiten
  • Herbst 2019: Inbetriebnahme